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Einführung
Neben Stadtrundfahrten in Berlin und Potsdam in deutscher und französischer Sprache biete ich Ihnen und Ihren Besuchergruppen nach vorangehender Terminabsprache fünf deutsch- und französischsprachige Rundgänge an. Sie beschäftigen sich mit wichtigen Wendepunkten der Berliner Stadtgeschichte: von der Ankunft der französischen Glaubensflüchtlinge, der Hugenotten, und der Aufnahme der aus Wien vertriebenen 50 jüdischen Familien am Ausgang des 17. Jahrhunderts bis zum Umzug von Parlament und Regierung vom Rhein an die Spree kurz vor Beginn des 21. Jahrhunderts. Neben der historischen gehen wir der architektonischen, künstlerischen und kulturellen Entwicklung Berlins nach. Als ehemaligem Französisch - und Deutschlehrer liegen mir natürlich jene Rundgänge besonders am Herzen, die der großen französischen Tradition Berlins zwischen Gendarmenmarkt und Museumsinsel, dem ehemaligen Cölln, gewidmet sind (vgl. den Berliner Stadtgrundriss von 1740 ) oder sich mit dem Schicksal jener Berlinerinnen und Berliner beschäftigen, die nach 1933 ins Exil gehen oder Schlimmeres erleiden mussten, sei es als oppositionelle Schriftsteller, Künstler, Schauspieler, Journalisten, sei es, weil sie - wie drei Mitglieder der Comedian Harmonists - Juden waren oder „nur“ unangepasst und aufmüpfig. Auch an diejenigen möchte ich gern erinnern, die die Naziherrschaft im Untergrund bekämpften, „stille Helfer“ waren oder ihr Mittun verweigerten. Auch dazu gehörte damals wie in allen Diktaturen viel Mut. Die Rundgänge richten sich an stadtgeschichtlich interessierte Besuchergruppen, an Menschen, die einen besonderen Betriebs- oder Geburtstagsausflug planen. Ich begleite auch gern Schulklassen und Oberstufenkurse, sei es auf Wandertagen, sei es während einer Klassen- und Kursfahrt nach Berlin. Um die Teilnehmer stärker einzubeziehen, werden zu den Rundgängen kleine Lesehefte mit Textauszügen vorbereitet, aus denen das Publikum, wenn gewünscht, an einzelnen Stationen laut vorlesen kann. Für die Franzosentour existiert bereits ein kleiner “Arbeitsbogen“, wie ihn Schüler aus „Stillarbeitsphasen“ im Unterricht kennen. Aber keine Angst! In erster Linie soll Neues auf unterhaltsame Art präsentiert, an Altes, vielleicht schon Bekanntes, unter einem ungewohnten Blickwinkel erinnert werden. Für Ihre Besuchergruppe können Sie Rundgänge und Stadtrundfahrten mit eigenem Bus über das Internet, telefonisch oder per Fax buchen. |
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